Archiv für August 2006

Web 2.0 = Käse hoch 3.0 ?

Friday, 25. August 2006

“User generated content” in Blogs, Foren und Co. kann ein Sammelbecken für Blödsinn oder triviale Dinge sein. Jeder kann über alles schreiben, egal ob er was davon versteht oder nicht. Und dieses auch veröffentlichen.
Das werden bald die Nutzer realisieren. Deshalb werden sich nur die Blogs und Forenbeiträge durchsetzen, die

a) eigene, fundierte Meinungen von “Experten” enthalten. Experten sind dabei nicht nur Personen, die sich wissenschaftlich oder beruflich damit beschäftigen. Auch und gerade andere Menschen mit Know-How, Erfahrung und Sendungsbewusstsein werden die Informationswelt bereichern.

b) keine PR-Veranstaltungen von Unternehmen sind.

Deshalb sind provozierende Thesen nach dem Motto “Web 2.0 gleich Käse hoch 3.0″ (hoffentlich) mittelfristig unangemessen!

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Das Internet ganz nah: Presseinformation von TNS Infratest

Wednesday, 23. August 2006

TNS Infratest untersucht die Bedeutung des Internets bei der Informationsbeschaffung aus der Region.

Bielefeld, 22. August 2006 – Das Internet dient den deutschen Onlinern als eine wichtige Quelle für Informationen aus der eigenen Region und entwickelt sich damit zunehmend zu einem lokal relevanten Medium. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Digital Life Reports, einer repräsentativen Befragung von deutschen Internetnutzern im Alter ab 14 Jahren, die TNS Infratest durchgeführt hat.

Besonders wenn es darum geht, sich über lokale Nachrichten auf dem Laufenden zu halten, greifen die deutschen Onliner danach gerne auf das Informationsangebot im World Wide Web zurück. 58 Prozent der Internetnutzer gaben an, mindestens einmal monatlich ins Internet zu gehen, um dort Nachrichten aus der Region zu lesen. 29 Prozent gehen dafür sogar fast täglich bzw. mehrmals in der Woche online. Männer sind dabei im Vergleich zu Frauen begeistertere Leser von lokalen Online-News. Bei den Geschlechtern mit durchaus unterschiedlicher Intensität, während rund 63 Prozent der männlichen Internetnutzer sich mindestens einmal im Monat im Internet über Nachrichten aus der Region informieren, sind es bei den Frauen 51 Prozent. Das Interesse an lokalen News im Internet ist dagegen nahezu altersunabhängig. Einzige Ausnahme sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Aus dieser Altersgruppe geht etwa jeder Fünfte fast täglich ins Internet, um sich über Lokalnachrichten zu informieren. Spitzenreiter bei der Nutzung lokaler News sind die 40- bis 49-jährigen Internetnutzer, von denen rund 33 Prozent das World Wide Web täglich bzw. mehrmals in der Woche und etwa 31 Prozent mindestens einmal im Monat als Informationsquelle für Nachrichten aus der lokalen Umgebung nutzen.

Weiter zeigt die Studie, dass rund 60 Prozent aller befragten Onliner das Internet mindestens einmal im Monat auch als Informationsquelle für allgemeine und speziell kulturelle, lokale Veranstaltungen verwenden. Fast täglich holen sich etwa 15 Prozent der Internetnutzer allgemeine und zwölf Prozent speziell kulturelle Veranstaltungstipps aus dem Netz. Nur etwa jeder zehnte Onliner hat von diesen Informationsangeboten im Internet noch nie Gebrauch gemacht. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es bei der Nutzung dieses Angebots kaum. Auch in Abhängigkeit vom Alter lassen sich keine großen Unterschiede feststellen, mit Ausnahme der über 60-jährigen Internetnutzer, die sich im Internet etwas weniger häufig über lokale Veranstaltungen informieren. Wie bei den Lokalnachrichten, holen Männer auch über den lokalen Einzelhandel etwas häufiger als Frauen Informationen aus dem Internet ein. Unter den verschiedenen Altersgruppen sind es erneut die 40- bis 49-Jährigen, die das Internet als Quelle für Informationen über den lokalen Einzelhandel am häufigsten nutzen. Während in dieser Altersgruppe 17 Prozent fast täglich und 33 Prozent mindestens einmal im Monat ins Internet gehen, um sich über den lokalen Einzelhandel zu informieren, nutzen nur sieben Prozent der 14- bis 19-Jährigen das Online-Medium zu diesem Zweck fast täglich und 24 Prozent wenigstens einmal monatlich. „Das Internet hat sich als Schnittstelle für die lokalen Bedürfnisse der Onliner durchgesetzt. Die Onlinewelt bietet auch den Anbietern von lokalen Informationen und Dienstleistungen eine attraktive Oberfläche“, sagt Andrew Mairon, Senior Manager bei TNS Infratest.

Etwas weniger häufig dient das Internet den deutschen Onlinern schließlich als Informationsquelle für lokale Sportnachrichten. Immerhin jeder zehnte Onliner nutzt das Internet hierzu täglich bzw. mehrmals in der Woche (elf Prozent). Ein Großteil der Internetnutzer informiert sich dagegen nur seltener als einmal im Monat online über lokale Sportnachrichten (48 Prozent) und etwa jeder Vierte hat dieses Informationsangebot noch nie genutzt (24 Prozent). Insbesondere die weiblichen Internetnutzer gaben in dieser Frage an, das World Wide Web für diese Informationszwecke überhaupt nicht zu nutzen (Frauen: 29 Prozent, Männer: 20 Prozent), und auch mit dem Alter steigt der Anteil derer, die sich nicht im Internet über lokale Sportnachrichten informieren von 15 Prozent bei den 14- bis 19-Jährigen auf 34 Prozent bei den über 60-jährigen Onlinern an. Die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen hat mit 14 Prozent das größte Interesse an lokalen Sportnachrichten, die nahezu täglich online gelesen werden. Dagegen nutzen nur fünf Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren und sieben Prozent der über 60-Jährigen nahezu täglich dieses Informationsangebot im Internet.

Methodensteckbrief zum Digital Life Report 2006

Die Studien zum „Digital Life Report 2006“ wurden im Zeitraum vom 09. bis 12. März 2006 als Onlineinterview (CAWI = Computer Assisted Web-Interviewing) innerhalb des repräsentativen Onlinepanels von TNS Infratest durchgeführt. In der Studie wurden insgesamt 1.500 Internet-Nutzer ab 14 Jahren befragt. Die Befragten wurden ausschließlich per CATI Random für das Onlinepanel rekrutiert. Die Grundgesamtheit der deutschsprachigen Internet-Nutzer ab 14 Jahre in Deutschland entspricht 37,5 Mio. Gesamtbevölkerung. Definition Internet-Nutzer = Nutzer des Internets, unabhängig von Ort und Grund der Nutzung.

Zu TNS Infratest

TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einer der führenden Marktforschungs- und Beratungsgesellschaften der Welt. Für die Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, Informationstechnik und Medien, Finanzforschung, Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest seit mehr als 50 Jahren „Beratung durch Forschung“ und damit den Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.

Weitere Infos und Downloadmöglichkeit:

http://www.tns-infratest.de

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7 Fazit Performance-Marketing

Wednesday, 23. August 2006

Performance-Marketing ist zwar “In”, es ist aber kein Heilmittel für schlechte Online-Kampagnen. Die richtige Erfolgsbeurteilung hängt vom Kampagnenziel ab. Ebenfalls scheitert das Marketingcontrolling meist an den fehlenden Voraussetzungen beim Werbetreibenden. Hier wird das Pferd oft von hinten aufgezäumt. Zunächst kauft man Marketingleistung erfolgsabhängig (aber eventuell überteuert) ein, dann implementiert man die Messinstrumente.
Meine Praxiserfahrung zeigt: Einzig und allein ein gutes Marketingcontrolling ist dazu geeignet, den Erfolg einer Kampagnen festzustellen, vollkommen unabhängig davon wie die Medialeistung vergütet wird. Ob Fixum, tkp oder cpx ist ohne Belang.

Die Methoden des Performance-Marketing indes sind differenziert betrachtet ansprechend. Affiliate-Marketing ist bestens geeignet für die Steigerung von Bekanntheitsgrad und Image in Nischen, Suchmaschinen-Marketing für qualifizierte Leadgenerierung und Email-Marketing für Lead-Nachbearbeitung und (e)CRM. Erhöhte Vorsicht ist aber bei all diesen Maßnahmen geboten, damit das Budget nicht verbrennt.

Das gute am Hype Performance-Marketing ist, dass das Internet endlich auch als Responsemedium anerkannt ist und eine Lobby erfährt. Vorbei die Zeiten als das Web nur als “klassisches” Bekanntheits- und Imagemedium angesehen wurde wie man uns lange indoktrinieren wollte.

Response ist aber nicht alles. Der “user generated content” (Web 2.0) verändert das Nutzerverhalten im Internet und damit auch den Werbemarkt. Die Meinungsvielfalt und der Austausch der User untereinander fördert neue Inhalte zu Tage. Das Denken wird immer weniger durch die Medienwirkung einiger Verlage / Portale beeinflusst, sondern durch die atomatisiertere und dialogorientiertere Kommunikation von Individuen untereinander. Ein Hoch auf die wiedergekehrte Demokratisierung des Web – auf das sie diesmal länger halte!

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6) Das Vorurteil: Performance-Marketing bringt einen besseren ROI

Tuesday, 15. August 2006

Eine höhere Verzinsung des eingesetzen Kapitals bringt Performance-Marketing nicht systemimanent.

Trivialerweise muss zunächst das Kampagnenziel definiert werden:
Beim Ziel der Verbesserung des Image- und Bekanntheitsgrades ist die Schaltung auf ausgesuchten trafficstarken Pemium-Sites mit adäquaten erstklassigen Platzierungen innerhalb der Site zwingend. Als Werbemittel eignen sich hier in erster Linie großformatige kreative Banner. Weiterhin sind i.d.R. Contentintegrationen äußerst erfolgreich!
Gerade bei der Contentintegration aber auch bei “Imagebannern” steht die Responsegenerierung als Kampagnenziel nicht im Mittelpunkt, sondern die Steigerung von Bekanntheitsgrad und/oder Image (z.B. Authensität, Glaubwürdigkeit). Würde man die Ergebnisse nach den genannten Performancegesichtspunkten interpretieren, wären all diese Kampagnen ein Misserfolg.

Die wie auch immer gestaltete erfolgsabhängige Vergütung kann, muss aber keinen, besseren ROI bedeuten:
Ist z.B. ein cpc von 5-7 € im Versicherungsmarkt rentabel? Zu beachten ist auch, dass gerade “erfolgsabhängige”, provisionsbasierende Vergütungen schon immer anfällig für Betrügereien gewesen sind. Seinen es “Klickbetrüger” in Suchmaschinen, wo Wettbewerber nachts das Tagesbudget “wegklicken” und so ab morgens sieben Uhr die Anzeige nicht mehr erscheint. Seinen es Affiliates, die Klicks generieren, um ihre Provisionen zu erhöhen. Angefangen von der Anweisung des Chefs “wenn Sie Ihren Rechner hochgefahren haben, klickt jeder bitte 10x auf die Banner von xyz.”, was einem 20 Personen Betrieb schon locker 400€ pro Werbekunde und Monat einbringt. Fortgeschritten sind automatische Klickgenerierungen von “echten”, professionellen Kriminellen. Oder seinen es “gefakte” Käufe, die im Nachhinen storniert bzw. nicht bezahlt werden und auch nicht nachverfolgt werden können. Obwohl Suchmaschinen und Affiliate-Netzwerke diesen “Manipulationen” Einhalt gebieten, bleibt die Gewissheit, dass Kriminelle immer einen Schritt weiter sind als die Verteidiger.

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