Geldverdienen mit Web 2.0 ?
Monday, 23. October 2006Abseits der Werbeeinnahmen soll Paid-Content diesmal endlich nennenswerte Erlöse generieren. Das Web 2.0 soll`s richten.
Die Idee: Ein Publisher stellt auf einer Plattform wie z.B. Flickr, Youtube seine selbst erstellten Inhalte (Musik, Filme, Bilder, Texte) zum Download zur Verfügung. Ein anderer User möchte sie kaufen. Der Publisher erzielt den erwünschten Preis und teilt sich den Erlös mit dem Plattformbetreiber.
Version 1: Privater Publisher:
Jemand soll für den Download mehr oder weniger professionell erstellter (recherchierter und präsentierter) Inhalte bezahlen? – Hier haben sicherliche nur die wenigsten Angebote Chancen! Die Einnahmen werden wohl kaum den Aufwand für Einrichtung und Betrieb einer solchen Plattform kompensieren.
Version 2: Semiprofessioneller Publisher
Ein ambitionierter (Hobby)-Kreativer möchte seine Ergebnisse veröffentlichen mit dem Ziel, bekannt zu werden und (zunächst geringe) Einnahmen zu erzielen. Auch hier würden die Verkaufserlöse wohl gering ausfallen. Der Plattformbetreiber könnte aber über den Verkauf von Präsentationsfläche Einnahmen generieren.
Version 3: Professionelle Publisher
Die erstellten Songs, Filme, Bilder, Texte könnten über eine Plattform als “Produkte” vertrieben werden. Dies wäre im Prinzip dann ein Shop-System z.B. a lá Ebay.
Version 4: Themen-/Talentscout
Einen nicht zu unterschätzenden Nutzen haben diese Plattformen jedoch als Filter. Medienunternehmen, die eine solche Plattform betreiben, erkennen aufgrund der Downloadzahl bzw. der Erlöse diejenigen Kreativleistungen, die von den Usern am Besten angenommen werden. Diese dient zum Einem der Marktforschung zum Anderen dem Finden von erfolgversprechenden Kreativen.
Fazit:
Der Plattformbetreiber kann Einnahmen aus einer “Einstellgebühr” sowie aus einer Provision erzielen. Gerade für die Gruppe der Semi- und der kleineren Profis ist dies interessant. Da die Unterschiede zwischen allen Gruppen fließend sind, ist es ratsam für alle den Zugang zu eröffnen. Vorallem aber ist das Engagement sinnvoll für Medienunternehmen, die zusätzlich auf der Themen-/Talentsuche sind.