Vorbei die Zeiten, in denen die dem Tagebuch anvertrauten Gemütsregungen, Erlebnisse und Meinungen der Masse verwehrt blieben. Privates wird öffentlich gemacht und Öffentliches wird kommentiert. Die Plattform dafür: Weblogs. Diese erfreuen sich, so eine aktuelle Umfrage, einer relevanten Fangemeinde im Internet.
Blogging gewinnt an Relevanz
Vorbei die Zeiten, in denen die dem Tagebuch anvertrauten Gemütsregungen, Erlebnisse und Meinungen der Masse verwehrt blieben. Privates wird öffentlich gemacht und Öffentliches wird kommentiert. Die Plattform dafür: Weblogs. Diese erfreuen sich, so eine aktuelle Umfrage, einer relevanten Fangemeinde im Internet.
Zunehmend besiedeln sie das WWW und haben sich, obwohl es sie noch nicht lange gibt, bereits einen Namen gemacht. Stolze 81 Prozent der deutschen Internetuser wissen mit dem Schlagwort “Blog” etwas anzufangen. Lediglich vier Prozent haben noch nie davon gehört, so eine aktuelle repräsentative Umfrage des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES. Je jünger die Nutzer, desto beliebter sind Blogs. Zum Nutzerkreis von Blogs zählen sich mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Internet-Surfer, darunter 29 Prozent, die als Leser mehrmals im Monat in die Blogosphäre eintauchen. Insgesamt wurden für die repräsentative Erhebung 1.500 Internetnutzer durch EARSandEYES online befragt.
Eine Sättigung ist nicht in Sicht. Vielmehr können Autoren mit einer wachsenden Nutzung ihrer Onlineveröffentlichungen rechnen. Etwa jeder sechste Onliner (16 Prozent) schätzt, dass er in Zukunft mehr Blogs lesen wird als bisher. Eine wenigstens gleich bleibende Nutzung erwartet jeder Zweite (53 Prozent). Insgesamt rechnen 37 Prozent der Befragten damit, dass Blogs für Internetuser allgemein an Bedeutung gewinnen werden. Nur etwa ein Zehntel (9 Prozent) prognostiziert rückläufige Tendenzen.
Nutzer schätzen die Meinung jenseits des Mainstreams
Mit ihrer einfach zu bedienenden Struktur bieten Blogs jedem Bürger die Chance, über das Internet persönliche Standpunkte öffentlich zu vertreten. Dass das Internet hier einen einfachen Zugang zur Öffenlichkeit für jedermann schafft, glauben 70 Prozent der Internetnutzer. Deutlich mehr als die Hälfte der Internetnutzer sieht Blogs als eine Quelle für unabhängige Meinungsbildung. 57 Prozent schätzen an ihnen, dass ihre Autoren auch unabhängige Ansichten vertreten, die so in Zeitungs- oder Fernsehberichten keinen Platz finden würden. Außerdem würden in Blogs wichtige oder interessante Themen aufgegriffen, die in den etablierten Medien wahrscheinlich nie auftauchen würden. Auf Weblogs alleine verlassen will sich die Mehrheit der Internetnutzer jedoch nicht. Etwa 55 Prozent sehen in Blogs keinen vollständigen Ersatz für die etablierten Medien aufgrund mangelnder journalistischer Qualität.
Ehrensenf und BILDblog am bekanntesten
So dienen Blogs auch weniger als Quelle für Expertenwissen oder aktuelle Nachrichtenmeldungen, eher wird ihr Gewinn im subjektiven Moment gesehen. 59 Prozent der Männer und Frauen, die im Internet surfen, halten Weblogs für besonders geeignet, um einen Eindruck zu bekommen, wie andere über etwas denken. Auch um einfach unterhalten zu werden, scheinen Blogseiten eine gute Anlaufstelle zu sein. Nach subjektiver Meinung ist dies der gefragteste Zweck (45 Prozent) ihrer Nutzung. In diesem Kontext überrascht es nicht, dass kommentierende Webseiten wie der BILDblog (29 Prozent) oder unterhaltsame wie Ehrensenf (21 Prozent) ganz vorn in der Liste der bekanntesten deutschen Blogs stehen.
Quelle: http://de.statista.org


