Das Web2.0-Lexikon Wikipedia hat unter deutschen Studierenden den besten Ruf, wenn es um die Verlässlichkeit von Informationen aus Online-Lexika geht. Bei der Nutzerreicheweite schlägt das elektronische Nachschlagewerk, so die Studie „Studieren im Web 2.0“, sogar populäre Social Communities wie StudiVZ und Lokalisten.
Studenten vertrauen Wikipedia mehr als der Encyclopedia Britannica
Das Web2.0-Lexikon Wikipedia hat unter deutschen Studierenden den besten Ruf, wenn es um die Verlässlichkeit von Informationen aus Online-Lexika geht. Bei der Nutzerreicheweite schlägt das elektronische Nachschlagewerk, so die Studie „Studieren im Web 2.0“, sogar populäre Social Communities wie StudiVZ und Lokalisten.
Jeder zweite Studierende (52 Prozent) geht davon aus, dass Informationen, die bei Wikipedia zu finden sind, als sehr verlässlich oder eher verlässlich eingeschätzt werden können. Zwar drückt sich in diesen Zahlen immer noch ein hohes Maß an Zurückhaltung gegenüber den Inhalten aus, doch erreicht Wikipedia deutlich bessere Werte als etwa die redaktionell verfasste Microsoft-Encarta (29 Prozent). Bei Wikipedia kann jeder Nutzer selbst Beiträge schreiben oder anpassen. Ein große Schar freiwilliger wacht dabei darüber, dass falsche Inhalte oder tendenziöse Berichterstattung schnell wieder angepasst werden. In einem Test, den das Magazin Stern Ende 2007 durchführte, schnitt das vollständig durch freiwillige Nutzer erstellte Lexikon sogar besser als der alterwürdige Brockhaus ab.
Wikipedia beliebter als StudiVZ
Als entsprechend beliebt präsentiert sich denn auch das Angebot unter den zukünftigen Akademikern, dass am 25. November 2008 mit über 830.000 deutschsprachigen Artikeln aufwarten kann. 60 Prozent nutzen Wikipedia häufig, so die HISBUS-Online-Umfrage, die im September und Oktober 2008 unter rund 4.400 deutschen Studierenden durchgeführt wurde (» Umfrage zu beliebten Internetwebseiten von Studierenden). Damit platziert sich das größte Lexikon der Welt neun Prozentpunkte vor so beliebten Seiten wie StudiVZ, MySpace oder FaceBook. Etwa jeder zweite Befragte (51 Prozent) nutzt Social Communities häufig, von Videoportalen wie YouTube sagt dies nur etwa jeder sechste (16 Prozent). Die Initiatoren der Studie, der HIS Hochschul-Informations-System GmbH und der Multimedia Kontor Hamburg (MMKH), verweisen darauf, dass die Ergebnisse repräsentativ für Studenten und Studentinnen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen sind.
Nutzungsgründe für Social Communties
Während bei Wikipedia die Recherche zu Informationen im Vordergrund steht, nutzen die Studierenden Social Communities vor allem als Ersatz für E-Mail, Handy und Messenger. Kommunikation steht bei fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) im Vordergrund, wenn sie sich bei entsprechenden Portalen einloggen (» Umfrage zu Nutzungsmotiven von Social Communities). Hieraus erklären sich die extrem hohen Zugriffszahlen, die für das Portal StudiVZ allein im Oktober 2008 bei rund 170 Millionen Seitenaufrufen lagen (» Statistik zur Nutzungshäufigkeit von StudiVZ). Jeder Zweite (52 Prozent) nutzt die Kontaktseiten zudem, um alte Freunde wiederzufinden, 38 Prozent wollen so endlich keinen Geburtstag mehr verpassen und jeder Zehnte (10 Prozent) verspricht sich von der Nutzung die Chance, neue Leute kennenzulernen.
Quelle: http://de.statista.org
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